Ein Käfig voller Narren.html

 
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Filmdaten
Deutscher Titel: Ein Käfig voller Narren
Originaltitel: La Cage aux Folles
Produktionsland: Frankreich, Italien
Erscheinungsjahr: 1978
Länge: 100 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Edouard Molinaro
Drehbuch: Marcello Danon,
Edouard Molinaro
Produktion: Marcello Danon
Musik: Ennio Morricone
Kamera: Armando Nannuzzi
Schnitt: Monique und
Robert Isnardon
Besetzung

Ein Käfig voller Narren (Originaltitel: La Cage aux Folles) ist eine französische Komödie aus dem Jahr 1978 und gilt als der erste weltweit erfolgreiche Film aus dem Drag-Queen-Milieu. Sie basiert auf einem Theaterstück von Jean Poiret aus dem Jahr 1973.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Handlung

Im Mittelpunkt des Films steht ein homosexuelles Paar: Renato, der Besitzer eines Nachtclubs mit einem Drag-Programm in St. Tropez, und sein langjähriger Freund und Star des Clubs, Albin. Aus Renatos einzigem kurzen Abenteuer mit einer Frau stammt sein Sohn Laurent, von Albin und ihm liebevoll aufgezogen. Es kommt zu amüsanten Verwicklungen, als der mittlerweile zum jungen Mann gereifte Laurent heiraten will. Seine Verlobte Andrea ist ausgerechnet die Tochter eines sehr konservativen Politikers, dem es wichtig ist, nach außen hin konservative Werte zu vertreten.

Andrea ist mit ihren Eltern auf dem Weg nach St. Tropez, die Laurent und seine Eltern bei einem Abendessen kennenlernen wollen. Laurent zuliebe sind Renato und Albin bereit, die „brave Familie“ zu spielen, und versuchen verzweifelt, ihre exaltiert eingerichtete Wohnung unauffälliger zu gestalten. In Anwesenheit der Verwandtschaft in spe haben sie große Probleme, ihre Homosexualität zu verbergen.

Da im Lauf des Abends auch aus dem Umfeld des konservativen Politikers moralisch sehr zweifelhafte Dinge bekannt werden, kann man sich immer wieder die Frage stellen, was denn letztlich moralisch oder unmoralisch ist, so dass selbst eine schrille Fummelshow liebenswert und ehrlich im Gegensatz zur versteckten Doppelmoral der nach außen hin konservativen Schwiegereltern erscheint.

Bearbeiten Auszeichnungen

Bearbeiten Kritiken

  • „Platte Trivialkomödie, deren Lacher fast ausschließlich auf Kosten der vorgeführten Klischee-Außenseiter gehen.“ Lexikon des internationalen Films (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
  • „Karikiert auf bissige Weise herkömmliche Moralansichten. Ein Plädoyer für das freie Leben.“ Gong, München
  • „Reichlich gewagter, international populärer Schwank mit exzellenten Momenten und einigen Längen.“ („Internationally popular near-the-knuckle farce with excellent moments and some longueurs.“); Wertung: 1 Stern (von vier möglichen). Leslie Halliwell, John Walker: Halliwell′s Film & Video Guide 2000. 15. Auflage. HarperCollins, London 1999, S. 128, ISBN 0-00-653165-2.

Bearbeiten Rezeption

Das von Jean Poiret zunächst für die Bühne verfasste Stück wurde 1983 als Musical an den Broadway gebracht. Die Musik und die Songtexte verfasste Jerry Herman, das Buch Harvey Fierstein. Es war, wenn auch in einer sehr entschärften und konservativen Version, das erste Broadway-Musical, das sich um schwule Themen drehte. Es gewann sechs Tony Awards, inklusive Best Musical, und wurde 1761-mal gespielt. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 1985 im Berliner Theater des Westens statt.

1996 wurde in Hollywood ein Remake unter dem Titel The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel (Originaltitel: The Birdcage) gedreht.

Bearbeiten Fortsetzungen

Bearbeiten Weblinks

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